Oberliga: Deizisau 1 gewinnt 5:3 in Ebersbach

Die 1.Mannschaft der Schachfreunde Deizisau konnte am Sonntag in Ebersbach Ihren Tabellenvorsprung ausbauen! Br. SV Ebersbach 1 - SF Deizisau 1 3:5 1 Grill, Bernd - Hirneise, Jens 0:1 2 Rupp, Michael - Misanovic, Vesna 1:0 3 Kessler, Dietmar - Weigand, Bernhard 1:0 4 Junger, Werner - Manakov, Marina 0:1 5 Junger, Ulrich - Zhou, Syang 0:1 6 Hehn, Hartmut - Mareck, Sascha 0:1 7 Mehrer, Michael - Schäfer, Alexander ½:½ 8 Weber, Rainer - Brenner, Markus ½:½ Alle Ergebnisse des Spieltags unter: http://ergebnisse.svw.info/show/2011/895/runde/2/ Bericht folgt in Kürze. Jens Hirneise

Oberliga: Deizisau 1 startet erfolgreich mit 6:2

Der Saisonauftakt der Schachfreunde Deizisau hätte kaum besser ausfallen können. Nach gut vier Stunden Gesamtspielzeit gab es in Deizisau einige Gründe zum Feiern, denn sowohl die 1. Mannschaft als auch die 2. Mannschaft der Schachfreunde Deizisau siegten mit jeweils 6:2. Die Gastmannschaft aus Willsbach, die in den vergangenen beiden Saisons aufgestiegen ist (!), hatte heute bei ihrem Oberliga-Debüt in Deizisau nicht das nötige Portion Glück, um ihre Siegesserie fortzusetzen. Zu Beginn des Saisonauftakts war nicht klar, in welche Richtung sich der Mannschaftskampf entwickeln würde. Doch nach und nach verliefen die Partien zugunsten der Schachfreunde Deizisau: An Brett fünf lies Sascha Mareck heute dieses Mal nichts anbrennen und verwertete seinen Materialvorsprung souverän. Auch Schachtrainerin Marina Manakov konnte ihren Gegner an Brett vier schön überspielen und folgerichtig die Führung zum 2:0 ausbauen. Mannschaftsführer Markus Brenner war heute sehr angeschlagen angereist, er konnte sich dennoch an Brett sieben eine vorteilhafte Stellung erspielen, bot dann aber dennoch in leicht besserer Stellung Remis an, um keine Gefahr einzugehen und dem Mannschaftssieg ein großes Stück näher zu kommen. Alexander Schäfer einigte sich daraufhin an Brett sechs mit seinem Gegner in einem komplizierten Sizilianer auf Remis, dadurch stand es bereits 3:1. Neuzugang IM Valeri Bronznik, der vielen auch als Schachtrainer und Schachautor der Bücher "Tschigorin-Verteidigung" oder "Colle-Koltanowski" (sowie noch einigen weiteren Büchern) bekannt ist, konnte immer mehr Raumvorteil gewinnen, kurz vor der Zeitkontrolle konnte er durch einen schönen taktischen Schlag seinen Gegner an Brett zwei zur Aufgabe zwingen. Auch Zoran Klaric an Brett acht spielte eine beeindruckende positionell angelegte Partie und lies seinem Gegner keine Chance! Dadurch stand es bereits 5:1. Nachdem der Mannschaftssieg bereits unter Dach und Fach war, kam bei mir am Spitzenbrett noch etwas Glück dazu, als mein Gegner in einem ausgeglichenen, aber schwer durchschaubaren Endspiel plötzlich eine Figur einstellte. Lediglich Professor Weigand erwischte an Brett drei keinen guten Tag, als er in horrender Zeitnot seines jungen Gegners Enis Zuferi selber mitblitzte, was aber leider nach hinten los ging. Dennoch können wir insgesamt mit dem Verlauf sehr zufrieden sein und mit großer Motivation zum Auswärtsspiel nach Ebersbach in zwei Wochen (24.10.) fahren. Alle Ergebnisse der Oberliga finden Sie unter:  http://ergebnisse.svw.info/show/2011/895/runde/1/ (FM Jens Hirneise)

Bezirksliga: Erster doppelter Punktgewinn

Nach dem nicht gerade gelungenen Auftakt mussten heute gegen den SC Geislingen zwei Punkte her. Wir waren in der eindeutige Favoritenrolle und dieser wurde das Team auch gerecht. Durch einen kurzfristen Krankheitsfall konnten Geislingen nur zu siebt anreisen, dadurch gewann Dietmar Herrmann kampflos. Es folgten zwei frühe Remisen der Ersatzspieler Thilo Bünz und Ralph Berner. Der dritte Ersatzspieler Sven Noppes konnte die Führung dann ausbauen. Durch einen kleinen taktischen Trick konnte er mit Bauerngewinn in ein Endspiel abwickeln und dann schnell gewinnen. Zwischenstand: 3:1. Eine halbe Stunde später landete Jana Gussakovski im Duell der Frauen im Remishafen. Die doppelten Mannschaftspunkte konnte eine Stunde später Marcel Früchel sichern. Sein Gegner überschritt die Zeit. Wieder ein Stunde später konnte Marc Gustain seinen Materialvorteil verwerten und die Führung noch weiter ausbauen. Arnd-Rüdiger Schwarz musste bei seinem heutigen Comeback gleich über die volle Distanz gehen um ein kompliziertes Damenendspiel noch mit einem Remis abschließen. Endstand: 6:2.  Mit nun 3:1 Mannschaftspunkten klettern wir in der Tabelle etwas nach oben auf Platz drei. (Sven Noppes)

Professor Weigand gewinnt überlegen!

20110930_blitz006 2011-09-30 Mit 11 Punkten aus 12 Spielen kann der Deizisauer Bernhard Weigand die Erstausgabe des Deizisauer Blitzturniers gewinnen. Lediglich gegen Stefan Auch aus Nürtingen musste er einen Punkt abgeben. Der Alt-Deizisauer erzielte 9 Punkte und wurde Zweiter. Mit nur hauchdünnen Rückstand von 0,5 Brettpunkten wurde der Deizisauer 1. Mannschaftspieler Sascha Mareck Dritter. Das Turnier konnte ohne Verzögerung begonnen werden und verlief ohne Probleme. Ein besonderer Dank geht auch an die Anna: Vielen Dank für die Bratwürste mit Brötchen! Die Turnierleitung freut sich auf eine größere Teilnehmerzahl am 28.10.2011 (Stefan Späth) 1. Platz Weigand 11 Pkt 2. Platz Auch 9 Pkt. 3. Platz Mareck 8,5 Pkt. vor M. Gustain, Herrmann, Schütte, Späth

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Auftakt zur Blitzturnierserie am Freitag

Am Freitag, den 30. September um 20 Uhr geht es endlich los! Pünktlich zur neuen Schachsaison veranstalten die Schachfreunde Deizisau e.V. ein öffentliches Blitztunier. Je nach Teilnehmeranzahl spielen wir Jeder-gegen-jeden (einzel- oder doppelrundig) oder Schweizer System. Das Startgeld beträgt 3 EUR, für Jugendliche 2 EUR. Das gesamte Startgeld erhalten die Plätze 1-3 (50%/30%/20%). Das Turnier steht aber nicht alleine da. Es ist der Auftakt zu einer ganzen Blitzturnierserie. Jeden letzten Freitag im Monat (Ausnahmen bestätigen die Regel) findet ein Blitzturnier in den Räumlichkeiten der Schachfreunde Deizisau im Alten Rathaus in Deizisau statt. Wer aus 6 Turnieren die meisten Punkte erzielt ist der Sieger der Jahreswertung 2011/2012 und erhält den Pokal und 50 EUR. Aus Zweit- und Drittplatzierte gehen nicht leer aus und erhalten jeweils einen Pokal und 30 bzw. 20 EUR. Anmeldeschluss ist um 19:50 im Spielsaal. Alle Termine: 30.09.,  28.10., 25.11., 16.12. (Ausnahme!), 27.01., 24.02., 30.03., 27.04., 25.05., Start ist um 20 Uhr. Die ausführliche Ausschreibung findet ihr im Internet unter www.sf-deizisau.de. (Stefan Späth)

Bezirksliga: Jämmerlich - Nur Remis zum Auftakt

Bei strömendem Regen startete am vergangenen Sonntag die Bezirksligasaison. Dass die SF Deizisau 2 Meisterschaftsfavorit sind, ist schon lange ein offenes Geheimnis. Um so bitterer, dass am anderen Neckarufer kein doppelter Punktgewinn heraussprang.  Mit dem stärksten Bezirksligamannschaftskader aller Zeiten, reichte es beim Lokalderby gegen den SV Altbach 1 nur zu einem 3,5 - 3,5 !! Das Ergebnis spricht ja schon alleine Bände, wie es um beide Teams bestellt war. Trauriger Matchstart: Altbach gewinnt kampflos an Brett zwei, während Deizisau an Brett eins auf die gleiche Weise einen Punkt einfährt. Brett vier sollte sogar ganz frei bleiben. Hier erschien keiner der beiden Spieler, was zu einer Null für beide Mannschaften führte. Aber dann wurde doch noch Schach gespielt. Nach nur vierzehn Zügen konnte Dietmar Herrmann die Gäste mustergültig mit 2-1 in Führung bringen. Allerdings konnten die Hausherren an Brett acht punkten. Doch Deizisau legte nach. Shootingstar Tim Winkler zelebrierte ein großartiges Damenopfer und zauberte dadurch ein Matt in sechs Zügen auf das Brett. Wahnsinn! 3-2 für die Schachfreunde. Doch trotz aussichtsreicher Situationen in den verbleibenden zwei Partien, kam man nur noch zu einem Remis durch Marcel Früchel,  während die Partie am dritten Brett verloren wurde. Somit kam der "schräge" Endstand von 3,5-3,5 zustande! Mit sechs statt acht Spielern in die Saison gestartet....... Das Unternehmen Landesligaaufstieg wird wohl schwieriger als erwartet. Dass auch die Altbacher massive Personalprobleme hatten, ist kein Trost. Nichtsdestotrotz, wenn mit dem vorhandenen Spielerpotential in dieser Saison hochkonzentriert zu Werke gegangen wird, ist noch alles drin!

Interview mit Arkadij Naiditsch

naiditsch von Bernd Grill, Schachreferent Arkadij Naiditsch ist derzeit die Nr. 1 unter den Schachspielern in Deutschland. Er erlangte den Großmeistertitel bereits mit 15 Jahren und gehört zu den am häufigsten eingesetzten Spielern in der 1. Mannschaft der SG Baden-Oos, dem Seriensieger der letzten Jahre in der Schach-Bundesliga. Sven Noppes, Vorstand der Schachfreunde Deizisau und Manager des Teams der SG Baden-Oos in Personalunion, war es im Rahmen des Schulschachpokals gelungen, den Weltklassegroßmeister nach Deizisau zu locken. Dies war ein willkommener Anlass für ein Interview mit dem charismatischen Schachprofi; das Gespräch führte der Schulschachreferent des Schachverbands Württemberg, Bernd Grill. BG: Herr Naiditsch, Sie sind hier als Überraschungsgast in Deizisau präsentiert worden. Könnten Sie uns einmal aus Ihrer Sicht schildern, was das Faszinierende am Schach ist? AN: Ich bin der Einladung von Sven Noppes, einem guten Freund von mir, zum Kinderschachturnier gefolgt. Ich bin froh, hier zu sein – tolle Organisation, wie immer. Ich habe das Neckar-Open hier schon mitgespielt und fühle mich wohl in Deizisau. Was mir am Schachspiel gefällt? Das ist schwierig zu sagen, denn es ist schon so lange her, dass ich damit angefangen habe…  Jetzt ist es mir zum Beruf geworden. Ich spiele aber immer noch sehr gerne Schach. Man kann zeigen und zu beweisen versuchen, dass man mehr davon versteht, sieht oder rechnet als der Gegner. Man kann den Gegner überspielen. Mir gefällt, dass man sich anstrengen muss: es ist nicht immer einfach, sechs Stunden lang eine Partie zu spielen. Dennoch bleibt es ein Spiel. Ich würde mich grundsätzlich als Spielertyp einstufen, der einfach gewinnen will. Ich habe im Schach von meiner Seite bereits unzählige Stunden an Arbeit investiert – und das schon, als ich noch jung war. Ich habe im Alter von fünf Jahren angefangen und bin dann mit 15 Großmeister geworden, quasi Profispieler. Jetzt bin ich 25 und spiele also schon zehn Jahre lang auf sehr hohem Niveau. Da sieht man Schach nicht mehr nur als Spaß an – Spaß ist eben auch mit harter Arbeit verbunden. BG: Würden Sie sagen, dass bei diesem Turnier der Spaß im Vordergrund steht oder dass es sich dennoch um eine wichtige Veranstaltung handelt, um Schach an den Schulen zu fördern? AN: Ich denke, dass es in erster Linie schon ein Turnier ist, das Spaß machen soll. Dennoch ist es ein gut organisiertes Turnier, das den Kindern die Gelegenheit gibt, zusammen zu kommen und gegen andere Spieler anzutreten oder sich auch darin zu messen, welche Schule im Jugendbereich eben momentan führt. Ich denke, die Veranstaltung ist einfach sehr wichtig als Beleg für die Arbeit mit Kindern und auch deren Betreuung. Rein schachlich gesehen mag sie nicht so wichtig sein – es gibt nicht sehr viel zu gewinnen, aber dennoch sind derartige Veranstaltungen für viele Kinder einfach toll. Das ist auch der Grund, weshalb ich hier bin, denn solche Projekte unterstütze und begrüße ich prinzipiell. BG: Können sie mal erzählen, wie Sie selbst zum Schach kamen? AN: Meine Eltern brachten mich zu einem ganz normalen Schachverein [in Russland] – genau wie hier, wo die Kinder auch in Vereinen spielen. Man nannte das damals zwar eine Schachschule, aber es war quasi dasselbe wie ein Schachverein. Dann machte ich rasch Fortschritte und wurde Europameister in der Alterskategorie U10. Da war ich neun Jahre alt – und dann begann ich, einfach noch mehr für Schach zu tun. Es ist doch ganz natürlich, dass wenn man ständig Leistung zeigt, man auch etwas erreichen möchte. Es kommen eben viele Faktoren zusammen. BG:    Was würden Sie ambitionierten Jugendspielern mit auf den Weg geben wollen? Was ist heutzutage ganz besonders wichtig, um sich nach oben zu arbeiten? AN: Ganz besonders wichtig erscheint mir, viel zu arbeiten. Früher war das nicht so, aber heutzutage arbeiten schon kleine Kinder mit den Schachprogrammen und dies dazu sehr professionell. Das heißt, man muss ständig etwas tun. Man kann sich nicht lange ausruhen und erwarten, das Gleiche wie jemand zu erreichen, der zehn Mal mehr Arbeit investiert. Man muss auch vor allem taktische Fähigkeiten pflegen und Kombinationen schnell lösen können. Wenn man richtig gut rechnen kann, bringt das enorm viele Vorteile mit sich.

BG: Würden Sie sagen, dass man es auch mit einigem Spaß immer noch ziemlich weit bringen kann – vielleicht nicht gerade in die Weltelite, aber doch als sehr starker Vereinsspieler? AN: Wie gesagt: mir macht es immer noch großen Spaß. Wie man jetzt sieht, gilt dies sogar für die Nr. 1 der Weltrangliste: Magnus Carlsen, denke ich, hat großen Spaß am Schach. Das heißt, selbst der weltbeste Spieler spielt mit großem Vergnügen. BG: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft. Bilder von Arkadij Naiditsch auf flickr.com

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