Bezirksliga: Dritte ohne Chance bei Landesligaabsteiger
Da mussten auch mal die Schachfreunde der Skisaison Tribut zollen; konnten nur zu sechst beim SC Kirchheim/Teck antreten. Am Ende stand wieder mal ein bitteres 1,5 - 6,5 auf Deizisauer Seite.
Schachfreunde Deizisau e.V.
Da mussten auch mal die Schachfreunde der Skisaison Tribut zollen; konnten nur zu sechst beim SC Kirchheim/Teck antreten. Am Ende stand wieder mal ein bitteres 1,5 - 6,5 auf Deizisauer Seite.
Am Sonntag steht das Lokalderby gegen den TSV Schönaich an. Das Team hat sich in der 2. Bundesliga etabliert und gehört inzwischen zu den führenden Vereinen. Es wird für uns sicher keine einfache Aufgabe aber natürlich wollen wir die Tabellenführung verteidigen. Aufgrund von Parallelveranstaltungen in Deizisau spielen wir erstmals im Vereinsheim der Sportanlage Hintere Halde, Hintere Halde 1 in Deizisau. Die Anfahrt erfolgt über die Köngener Straße. Es ist die Heimat der Fußballabteilung des TSV Deizisau und wir bedanken uns, dass wir dort aufgenommen werden. Früher, vor dem Um- bzw. Neubau der Hinteren Halde, haben die Fußballabteilung und die Schachfreunde sich dieses Domizil geteilt. Wir haben dort viele Jahre unseren Vereinsabend und unsere Heimspiele ausgetragen und haben das Haus in bester Erinnnerung. Der Eintritt ist frei. Vorbericht auf der Webseite des TSV Schönaich...
Es war heute nicht die erwartete Herausforderung. Die SG Schönbuch trat ohne die ersten beiden Spitzenbretter an und gab die Bretter an IM Valeri Bronznik und Alex Rempeli kampflos ab. Damit war der Wettkampf praktisch vor dem Start schon entschieden. Im weiteren Verlauf siegten dann auch noch Teamchef Markus Brenner, Simona Gheng, Rainer Weber und Eric Gustain. Remis spielten Marc Gustain und Tim Winkler. Endergebnis 7:1.
Da Hauptwettbewerber SF Neckartenzlingen mit 6,5:1,5 gegen SF Pfullingen 2 ebenfalls hoch gewann hat sich an der Tabellenspitze nichts geändert. Deizisau führt mit einem Mannschaftspunkt.
Gegen die Mittelfeldmannschaft SF Plochingen 1 hatte man sich heimlich etwas Zählbares versprochen. Das ein oder andere Pünktchen könnte ja mit Blick auf die Tabelle noch wichtig sein. Aber an diesem sechsten Spieltag waren die Gastgeber, SF Deizisau 3, so gut wie chancenlos. 1,5 - 6,5 am Ende!
Wir hatten erwartet, dass Eppingen keine große Ambitionen hat um den Aufstieg in die Schachbundesliga mitzuspielen aber sicher sein kann man sich nie. Die Botschaft bei Abgabe der Mannschaftsaufstellungen war allerdings eindeutig. Deizisau nahm die Eppinger, die als Tabellenführer an den Neckar gereist sind, ernst und Eppingen bot nicht die Topmannschaft, die der Kader hergibt, auf. Der Beginn des Matches war dennoch nicht einfach. Schaute man in die Gesichter der Deizisauer Spieler, sah man eher Unzufriedenheit. Es lief nicht gut an. An den Brettern von Peter Leko, Michael Krasenkow, Zdenko Kozul, Alexander Graf und Philipp Schlosser sahen die meisten Zuschauer eher für Eppingen Potential. Dennoch gingen wir in Führung. Abhijeet Gupta gewann gegen Christopher Noe. Fast zeitgleich fuhr Rustem Dautov, der eigentlich gar nicht spielen wollte, aber vom Mannschaftsführer nicht geschont wurde, gegen Florian Mesaros in den Remishafen ein. Philipp Schlosser beschäftigte sich in dieser Phase ebenfalls mit Remisgedanken, aber mit Blick auf die anderen Bretter verschob er diese Gedanken. Er war zu diesem Zeitpunkt sehr skeptisch was den Mannschaftsverlauf betraf. Zu Beginn der Zeitnotphase machte er dann den vollen Punkt gegen den Eppinger Teamchef Jonas Reimold zur beruhingenden 2,5:0,5 Führung. Im weiteren Verlauf der Zeitnotphase machten sich das ELO-Übergewicht auf Deizisauer Seite immer mehr bemerkbar und gelöste Stimmung war immer mehr vernehmbar. Stephan Zilka gewann überzeugend gegen Danijel Gibicar und Michal Krasenkow, der zwischenzeitlich eine Qualität weniger hatte, besiegte Lev Yankelevich. So war bereits mit Beginn der zweiten Zeitrunde der Mannschaftssieg gesichert. Am Ende brachten auch noch Zdenko Kozul gegen Jonas Hacker und Alexander Graf gegen Christian Mann sowie Peter Leko gegen Dennis Breder die vollen Punkte nach Hause. 7,5:0,5 fühlte sich am Ende etwas zu hoch an aber ist natürlich ein deutliches Ausrufezeichen.
Damit haben die Schachfreunde Deizisau als einziges ungeschlagenes Team die Tabellenführung in der 2. Bundesliga Süd übernommen. Diese gilt es bereits in zwei Wochen im Lokalderby gegen den TSV Schönaich zu verteidigen.
Am Sonntag steht die fünfte Runde in der 2. Bundesliga Süd mit dem Match der beiden Tabellenführer auf dem Programm. Der Ex-Bundesligist SC Eppingen kommt mit einem 8:0 Sieg gegen SC Caissa Schwarzenbach und als Tabellenführer an den Neckar. In der Zehntscheuer wollen die ebenfalls verlustpunktfreien Hausherren ab 11 Uhr die Eppinger gerne vom Thron stossen. Schon ab 9 Uhr wird der Spieltag mit dem Bezirksligamatch Deizisau 3 gegen SF Plochingen 1 eröffnet. Der Eintritt für die Zuschauer ist frei.
Am 28.1. fand in Ebersbach die Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft statt. Die Schachfreunde nahmen mit einem Team Teil, welches sich prompt als drittplazierter für die Württembergische qualifizieren konnte.
Cristina-Adela Foisor ist nicht mehr unter uns. Sie verstarb heute im Alter von nur 49 Jahren viel zu früh nach schwerer Krankheit im Krankenhaus von Timisoara (Rumänien). Uns erreichte die Nachricht, mit der wir in den letzten Tagen schon rechnen mussten, als das Frauenbundesligaspiel zwischen der OSG Baden-Baden und unserem Team gerade begonnen hatte. Vor zwei Wochen gingen wir noch fest davon aus, dass Cristina in diesem Augenblick für uns bei diesem Wettkampf am Brett sitzen würde. Schon eine Woche vorher war sie fest in der 2. Bundesliga eingeplant. Auf Cristina war immer Verlass. Man konnte sie immer fragen und wenn sie keine andere internationale Verpflichtung hatte, war ihr kein Weg zu Weit um für uns zu spielen. Viele Wochen verbrachte sie in den letzten Jahren bei ihren Freunden der Familie Noppes in Deizisau und Karlsruhe. Marina Noppes kannte Cristina schon aus ihrer Jugendzeit. Als Marina wieder nach über einem Jahrzehnt Wettkampfpause an das Schachbrett zurückkehrte und nur kurze Zeit später für die Schachfreunde Deizisau ans Brett ging, nahm sie Kontakt zu Cristina auf und fragte sie an, ob sie nicht für die Schachfreunde Deizisau in der Frauenbundesliga und das Oberligateam ans Brett gehen wollte. Dies war keine Frage für die Frauengroßmeisterin, denn sie liebte das königliche Spiel. Sie freute sich über die Möglichkeit wieder regelmäßig in Deutschland zu spielen. Die ehemalige Frauenweltmeisterschafts-Viertelfinalistin und mehrfache Rumänische Frauenmeisterin begleitete und verstärkte seitdem die Erfolgsgeschichte der Deizisauer Teams. Von Jahr zu Jahr verbesserte sich das Team in der Frauenbundesliga, das Oberligateam stieg in die zweite Bundesliga auf und im Pokalteam, welches letztes Jahr Deutscher Mannschaftspokalsieger wurde, hatte sie wichtige Einsätze, ohne die es den Titel und damit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte am Ende nicht gegeben hätte. Cristina, wir danken Dir! Für den Schachverband Württemberg spielte sie 2014 und 2015 bei den Deutschen Frauenmannschaftsmeisterschaften der Landesverbände in Braunfels und führte das Team 2014 beim dritten Platz an. Sie holte 4,5 aus 5 am ersten Brett. Nach dem Spiel heute, haben unsere Teammitglieder die Nachricht von Marina und mir überbracht bekommen. Viele kannten Cristina seit Jahrzehnten. Wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt Cristinas Ehemann Ovidiu-Doru und ihren Töchtern Sabina-Francesca und Mihaela-Veronica. Informationen zu Cristina-Adela Foisor bei Wikipedia...
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