Erfolgreiche Zweitligapremiere
Heute empfingen wir als Deutscher Mannschaftspokalsieger 2016 und Württembergischer Meister 2016 und damit Aufsteiger in die zweite Bundesliga/Süd den etablierten Zweitligisten TSV Schott Mainz. Auf dem Blatt Papier waren wir nach ELO-Zahlen zwar klarer Favorit in der schönen Deizisauer Zehntscheuer aber durch eine sehr schnelle Niederlage von IM Tobias Hirneise gegen den Mainzer Teamchef Erich Siebenhaar lagen wir schnell zurück. Der weitere Matchverlauf war zäh. Nach Remisen an den ersten dreit Brettern von den Großmeistern Michal Krasenkow, Rustem Dautov und Maxime Lagarde konnte der neue Württembergische Meister FM Jens Hirneise an Brett acht zwar ausgleichen aber an den weiteren Brettern waren unsere Vorteile nicht so deutlich, so dass man noch lange zittern musste bis der Mannschaftssieg feststand. Am Ende musste GM Philipp Schlosser noch in das Remis einwilligen aber GM Alexander Graf und GM Adrien Demuth konnten ihre Vorteile Zug um Zug ausbauen und dann auch in volle Punkte umwandeln. Endergebnis: 5:3.
Es war ein spannendes Finale. Im Großmeisterduell zwischen dem deutschen Nationalspieler Liviu-Dieter Nisipeanu (Baden-Baden) und dem ehemaligen Nationalspieler Alexander Graf (Deizisau) gab es ein schnelles Remis. Bei schon etwas knapper Bedenkzeit von Graf war dieses Remis aus Baden-Badener Sicht vielleicht etwas früh. Das Team vom Neckar kam im Anschluss durch eine Niederlage am letzten Brett von Großmeister Maxime Lagarde gegen den Internationalen Meister Andreas Heimann in Rückstand. Es folgte ein weiteres Remis durch dreifache Zugwiederholung am Spitzenbrett zwischen dem Deizisauer Großmeister Rustem Dautov und Großmeister Georg Meier. Nach der Partie haderte Dautov mit der Punkteteilung, wahrscheinlich war mehr drin. In der letzten laufenden Partie war Großmeister Arkadij Naiditsch aus der Kurstadt bereits im Vorteil und verrechnete sich dann. Auf einmal lag der Deizisauer Großmeister Adrien Demuth vorne und es war klar, wenn er die Partie gewinnt, dass Deizisau sensationeller Pokalsieger ist. In der Feinwertung wird bei einem Unentschieden der Sieg an einem höheren Brett stärker gewichtet. Aber nicht vieles ist schwerer als eine gewonnene Partie zu gewinnen. Es dauerte noch eine Stunde. Demuth lies sich nicht mehr verwirren und holte den vollen Punkt und damit den großen Pott an den Neckar. Unglaublich!